Sebastian Feldhofer ist ein deutscher Theatermanager und Kulturorganisator, dessen beruflicher Weg eng mit dem Münchner Volkstheater verbunden ist. Über viele Jahre arbeitete er dort in verantwortlichen administrativen Positionen und wurde insbesondere als Verwaltungsdirektor bekannt. Gleichzeitig spielte Kultur auch außerhalb seines Berufs eine zentrale Rolle: In Haimhausen bei München gehörte Feldhofer zu den Initiatoren des örtlichen Kulturkreises und wirkte später an mehreren großen Theaterproduktionen mit. Ein weiterer Bezug zur Schauspielwelt besteht durch seine Ehe mit der österreichischen Schauspielerin Bettina Redlich. Sein Werdegang verbindet damit professionelles Theatermanagement und regionales Kulturengagement.
Sebastian Feldhofer im Überblick
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Sebastian Friedrich Feldhofer |
| Bekannt für | Theatermanagement und Kulturorganisation |
| Frühere Position | Verwaltungsdirektor des Münchner Volkstheaters |
| Weitere Tätigkeit | Geschäftsführer bzw. leitende administrative Aufgaben im Theaterbetrieb |
| Kulturelles Engagement | Haimhauser Kulturkreis |
| Ehefrau | Schauspielerin Bettina Redlich |
| Familiärer Bezug | Haimhausen bei München |
| Jüngere dokumentierte Kulturarbeit | Produktionsleitung bei „Verschollen in Haimhausen“ |
Wer ist Sebastian Feldhofer?
Sebastian Feldhofer gehört zu den Menschen im Kulturbetrieb, deren Arbeit meist hinter der Bühne stattfindet. Während Schauspieler, Regisseure und Intendanten öffentlich stärker wahrgenommen werden, konzentrierte sich seine berufliche Tätigkeit vor allem auf die organisatorische und administrative Seite des Theaters.
Sein Name ist besonders mit dem Münchner Volkstheater verbunden. Dort übernahm Feldhofer über einen langen Zeitraum leitende Aufgaben und wurde öffentlich als Verwaltungsdirektor geführt.
Diese Position darf allerdings nicht mit der künstlerischen Leitung eines Theaters verwechselt werden. Die Verwaltungsdirektion beschäftigt sich typischerweise mit den wirtschaftlichen, organisatorischen und betrieblichen Strukturen eines Hauses. Künstlerische Entscheidungen liegen dagegen vor allem bei Intendanz und künstlerischer Leitung.
Die Karriere am Münchner Volkstheater
Sebastian Feldhofers Verbindung zum Münchner Volkstheater reicht mehrere Jahrzehnte zurück.
Unternehmensunterlagen nennen Sebastian Friedrich Feldhofer bereits Anfang der 2000er-Jahre im Zusammenhang mit der Geschäftsführung der Münchner Volkstheater GmbH. Später übernahm Christian Stückl die Geschäftsführung und Intendanz, während Feldhofer weiterhin in einer leitenden administrativen Funktion für das Haus tätig blieb.
Öffentlich wurde er anschließend über viele Jahre als Verwaltungsdirektor des Münchner Volkstheaters bezeichnet. Noch 2021 richtete das Theater eine Stellenausschreibung ausdrücklich an den damaligen Verwaltungsdirektor Sebastian Feldhofer.
Ende 2021 änderte sich die handelsrechtliche Vertretung der Theatergesellschaft: Feldhofers Prokura erlosch und Beate Schlegelmilch erhielt Einzelprokura. Heute wird Schlegelmilch vom Münchner Volkstheater als Verwaltungsdirektorin geführt.
Damit ist die häufig noch anzutreffende Bezeichnung Sebastian Feldhofers als aktueller Verwaltungsdirektor nicht mehr zeitgemäß. Sie beschreibt seine frühere Tätigkeit.
Warum Theaterverwaltung eine zentrale Aufgabe ist
Die öffentliche Wahrnehmung eines Theaters konzentriert sich meistens auf Premieren, Schauspieler und Inszenierungen. Hinter jeder Aufführung steht jedoch ein umfangreicher organisatorischer Betrieb.
Verwaltung und Geschäftsorganisation müssen unter anderem Personal, Verträge, Budgets, technische Abläufe und zahlreiche interne Prozesse koordinieren. Besonders an einem kommunalen Theater treffen künstlerische Anforderungen auf wirtschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen.
Feldhofers langjährige Tätigkeit am Münchner Volkstheater ist deshalb weniger als klassische Bühnenkarriere zu verstehen. Sein Schwerpunkt lag auf den Strukturen, die einen kontinuierlichen professionellen Theaterbetrieb überhaupt ermöglichen.
Haimhausen und die Gründung des Kulturkreises
Sebastian Feldhofers Engagement beschränkte sich nicht auf das professionelle Theater in München.
Eine besonders wichtige Station war die Gründung des Haimhauser Kulturkreises im Jahr 1984. Am 31. Oktober dieses Jahres entstand der Verein aus einer Initiative von Sebastian Feldhofer und Hans Schindlböck.
Ausgangspunkt war ein konkretes Theaterprojekt: In Haimhausen sollte „Der kleine Prinz“ als Open-Air-Aufführung auf der Rathauswiese realisiert werden. Für eine finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde war eine organisierte Vereinsstruktur erforderlich.
Rund 30 Interessierte kamen zur Gründungsveranstaltung zusammen. Feldhofer gehörte anschließend gemeinsam mit Hans Schindlböck und Dörthe von Haniel zum ersten Vorstand.
Aus dem ursprünglich projektbezogenen Zusammenschluss entwickelte sich ein dauerhaft aktiver Kulturverein mit Veranstaltungen aus Bereichen wie Theater, Musik, Kunst und Kabarett.
Vom Theatermanager zum Produktionsleiter
Feldhofer blieb auch Jahrzehnte nach der Vereinsgründung eng mit Theaterprojekten in Haimhausen verbunden.
Dabei übernahm er nicht ausschließlich organisatorische Aufgaben. Verschiedene Produktionen zeigen, dass er sowohl hinter als auch gelegentlich auf der Bühne tätig war.
Bei „Das Geheimnis von Haimhausen“ wurde Sebastian Feldhofer beispielsweise als zentrale kreative und organisatorische Kraft des Projekts sowie als Mitglied der Produktionsleitung geführt. Gleichzeitig spielte er die Rolle des Pfarrers Ignatius.
Interessant ist dabei eine mögliche Verwechslung: In derselben Produktion wirkte auch ein Sebastian Feldhofer junior mit. Biografische oder berufliche Angaben zu einem jüngeren Namensträger dürfen deshalb nicht automatisch dem früheren Verwaltungsdirektor des Münchner Volkstheaters zugerechnet werden.
„Verschollen in Haimhausen“ und seine jüngere Kulturarbeit
Auch 2024 war Sebastian Feldhofer in der regionalen Theaterarbeit aktiv.
Zum 40-jährigen Bestehen des Haimhauser Kulturkreises entstand die Produktion „Verschollen in Haimhausen“. Die Produktionsleitung bestand aus Sepp Heigl, Sebastian Feldhofer und Andreas Schiebel.
Das Projekt knüpfte damit an eine Kulturgeschichte an, an deren Anfang Feldhofer bereits vier Jahrzehnte zuvor beteiligt gewesen war.
Seine Laufbahn zeigt eine ungewöhnliche Verbindung: Einerseits arbeitete er über Jahre im professionellen Theaterbetrieb einer Großstadt, andererseits engagierte er sich dauerhaft für Kulturprojekte in einer kleineren Gemeinde.
Wichtige Stationen von Sebastian Feldhofer
| Jahr | Station |
|---|---|
| 1984 | Mitinitiator des Haimhauser Kulturkreises und Mitglied des ersten Vorstands |
| Anfang der 2000er | In leitender Funktion bei der Münchner Volkstheater GmbH tätig |
| Spätere Jahre | Langjährige Tätigkeit als Verwaltungsdirektor des Münchner Volkstheaters |
| 2021 | Noch als Verwaltungsdirektor dokumentiert; Ende des Jahres erlischt seine Prokura |
| 2022 | Beteiligung an „Das Geheimnis von Haimhausen“ |
| 2024 | Produktionsleitung bei „Verschollen in Haimhausen“ |
Sebastian Feldhofer und Bettina Redlich
Auch durch seine Familie besteht eine direkte Verbindung zur Schauspielwelt. Sebastian Feldhofer ist mit der österreichischen Schauspielerin Bettina Redlich verheiratet.
Redlich arbeitete über Jahrzehnte für Theater, Film und Fernsehen und wurde unter anderem durch zahlreiche deutschsprachige Fernsehproduktionen bekannt.
In einem ausführlichen Interview aus dem Jahr 2008 sprach sie über ihre Familie. Sebastian Feldhofer wurde darin als ihr Mann und als damaliger Verwaltungsdirektor des Münchner Volkstheaters bezeichnet. Zum damaligen Familienleben gehörten außerdem zwei Söhne und das gemeinsame Zuhause in Haimhausen.
Während Redlich beruflich vor allem als Schauspielerin vor Publikum und Kamera arbeitete, war Feldhofers eigener Schwerpunkt stärker auf Theaterorganisation und Kulturmanagement ausgerichtet.
Was macht Sebastian Feldhofer heute?
Sebastian Feldhofer gehört nicht mehr zur aktuellen Verwaltungsleitung des Münchner Volkstheaters. Die Verwaltungsdirektion wird heute von Beate Schlegelmilch geführt.
Sein kultureller Bezug zu Haimhausen ist dagegen auch in jüngerer Zeit dokumentiert. Seine Beteiligung an der Produktionsleitung von „Verschollen in Haimhausen“ im Jahr 2024 zeigt, dass er weiterhin an lokalen Theaterprojekten mitwirkte.
Eine aktuelle hauptberufliche Position sollte nicht mit älteren Angaben über das Münchner Volkstheater gleichgesetzt werden.
Häufige Fragen zu Sebastian Feldhofer
Wer ist Sebastian Feldhofer?
Sebastian Feldhofer ist ein deutscher Theatermanager und Kulturorganisator. Bekannt wurde er insbesondere durch seine langjährige Tätigkeit am Münchner Volkstheater und sein Engagement für den Haimhauser Kulturkreis.
War Sebastian Feldhofer Verwaltungsdirektor des Münchner Volkstheaters?
Ja. Feldhofer wurde über viele Jahre als Verwaltungsdirektor des Münchner Volkstheaters geführt. Diese Position hat er heute jedoch nicht mehr.
Ist Sebastian Feldhofer noch beim Münchner Volkstheater?
Er gehört nicht zur aktuellen Verwaltungsleitung. Das Münchner Volkstheater führt Beate Schlegelmilch als Verwaltungsdirektorin.
Wer ist die Frau von Sebastian Feldhofer?
Sebastian Feldhofer ist mit der österreichischen Schauspielerin Bettina Redlich verheiratet. Die Beziehung und das gemeinsame Familienleben in Haimhausen wurden bereits in älteren Interviews mit Redlich öffentlich dokumentiert.
Was hat Sebastian Feldhofer mit Haimhausen zu tun?
Feldhofer gehört zu den Initiatoren des 1984 gegründeten Haimhauser Kulturkreises. Darüber hinaus war er an verschiedenen Theaterproduktionen des Vereins beteiligt und arbeitete unter anderem in der Produktionsleitung.
Gibt es einen Sebastian Feldhofer junior?
Bei Theaterproduktionen des Haimhauser Kulturkreises erscheint tatsächlich auch der Name Sebastian Feldhofer junior. Deshalb ist bei beruflichen Profilen und Bühnenangaben eine sorgfältige Unterscheidung der Namen wichtig.
Fazit
Sebastian Feldhofer hat seinen beruflichen Schwerpunkt über viele Jahre hinter den Kulissen des Theaters gesetzt. Seine langjährige Tätigkeit am Münchner Volkstheater verband professionelles Theatermanagement mit organisatorischer Verantwortung. Gleichzeitig gehört er zu den prägenden frühen Akteuren des Haimhauser Kulturkreises und blieb der regionalen Theaterarbeit auch Jahrzehnte nach dessen Gründung verbunden. Die Kombination aus institutioneller Theaterarbeit in München und langfristigem Kulturengagement in Haimhausen bildet den zentralen roten Faden seiner öffentlich dokumentierten Laufbahn.
siehe auch : Judith Sutter: Karriere, Schauspielagentur und ihr Leben mit Martin Feifel
